Medienmitteilungen
Der Flughafenbericht 2025 zeigt: Die Zahl der Flüge nach 23 Uhr ist rückläufig, der Zürcher Fluglärm-Index (ZFI) steigt dennoch weiter an. Als Haupttreiber nennt der Regierungsrat explizit das anhaltende Bevölkerungswachstum in der Flughafenregion.
Das Komitee Weltoffenes Zürich begrüsst den Entscheid des Bundesrats zum SIL-Objektblatt für den Flughafen Zürich. Damit bestätigt der Bund die regulären Betriebszeiten von 06:00–23:30 Uhr und die letzte halbe Stunde als Phase des Verspätungsabbaus.
Der Zürcher Regierungsrat lehnt die Nachtruhe-Initiative mit deutlichen Worten ab. Das Komitee Weltoffenes Zürich freut sich über die klare Ablehnung. Vom Kantonsrat ist zu erwarten, dass er die klar bundesrechtswidrige Initiative für ungültig erklärt.
Das starke Bevölkerungswachstum muss im Zürcher Fluglärm Index (ZFI) dringend berücksichtigt werden. Heute ist es absurd: In der Flughafenregion wird politisch gewollt verdichtet - entsprechend stark steigt der ZFI-Monitoringwert aufgrund des Bevölkerungswachstums.
Stellungnahmen
Die (gewünschte) Verdichtung nach Innen darf nicht zulasten der Verkehrsentwicklung am Flughafen Zürich / an den Landesflughäfen gehen. Es muss verhindert werden, dass der Druck auf die Landesflughäfen aufgrund von zusätzlichen lärmbelasteten Personen erhöht wird. Dies fordert das Komitee Weltoffenes Zürich in seiner Stellungnahme zur Revision der Lärmschutz-Verordnung (LSV).
Der Flughafen Zürich ist das einzige interkontinentale Drehkreuz der Schweiz. Die Beibehaltung der Betriebszeiten, die heute von 06:00 bis 23:30 Uhr gelten, ist für die Aufrechterhaltung des Drehkreuzbetriebs und der internationalen Erreichbarkeit essenziell. Das Komitee Weltoffens Zürich begrüsst, dass dies im SIL-Objektblatt explizit so festhgehalten wird.
Die Änderung des Luftfahrtgesetzes sieht einen Bestandesschutz auch für die Betriebszeiten der Landesflughäfen vor. Das Komitee Weltoffenes Zürich unterstützt diese Stossrichtung. Der Bestandesschutz der Betriebszeiten ist von entscheidender Bedeutung. Damit die Luftfahrt die Schweiz auch künftig an die Welt anbinden kann, erträgt es keine weiteren Verschärfungen der betrieblichen Rahmenbedingungen.
Das Komitee Weltoffenes Zürich unterstützt das Bestreben, das Arbeitsgesetz zu liberalisieren und Tourismuszonen zu schaffen, in denen Sonntagsverkäufe ermöglicht werden. Der vorliegende Verordnungsentwurf geht jedoch viel zu wenig weit. Unhaltbar sind namentlich Sortimentsbeschränkungen und Sonderregelungen für einzelne Segmente im Detailhandel.
Die Stossrichtung der vorgeschlagenen Revision des CO2-Gesetzes ist zu begrüssen. Richtig ist namentlich, dass im Bereich Luftfahrt nicht auf neue Abgaben oder Verbote, sondern auf die Förderung alternativer Treibstoffe gesetzt wird. Um die Wettbewerbsfähigkeit der heimischen Luftfahrt zu erhalten ist wichtig, dass die Schweizer Lösung international abgestimmt ist.
Die Planung zum Flugplatzreal Dübendorf geht für uns weitgehend in die richtige Richtung. Wichtig ist, dass auf eine Dreifachnutzung gesetzt wird: Auf Innovationspark, Flugplatz und Militär. Nicht nachvollziehbar ist für uns, warum die Zahl der Flugbewegungen und die Länge der Piste im Richtplan fixiert werden soll. Da darf das Korsett nicht starr sein.
Standpunkte
Der Flughafen Zürich und die SWISS machen aus wenig viel. Kein anderer vergleichbarer Flughafen in Europa bietet eine solch ausgedehnte Nachtruhe – und liefert mit seinem Homecarrier derart hohe Beiträge an Gesellschaft und Standort: Steuern, Arbeitsplätze, Wertschöpfung. Dieser «Standpunkt» zeigt, wie strikt die Rahmenbedingungen sind, wie gross der volkswirtschaftliche Nutzen ist, warum es ein Drehkreuz braucht – und wie hoch das Schadenspotenzial weiterer betrieblicher Einschränkungen wäre
Flughafenkritische Organisationen haben im Kanton Zürich mit der Nachtruhe-Initiative einen Angriff auf den Drehkreuzbetrieb des Flughafens Zürich lanciert. Auf nationaler Ebene werden mit dem Sachplan Infrastruktur Luftfahrt (SIL), dessen Objektblatt für den Flughafen Zürich in Überarbeitung ist, die betrieblichen
Eckwerte gesetzt. Umso wichtiger ist aufzuzeigen, wie das Drehkreuz funktioniert und wie vieles davon abhängt – letztlich unser Wohlstand. Diese Thematik beleuchten wir in diesem «Standpunkt».
Zürich und damit auch die Schweiz sind über den Flughafen Zürich ausgezeichnet an die Welt angebunden. Das betriebliche Korsett am Flughafen Zürich ist aber eng, was die Sicherheit und die Pünktlichkeit negativ beeinflusst. Verbesserungen brächten die Verlängerungen der Pisten 28 und 32, die am 3. März 2024 vors Zürcher Stimmvolk kommen. Zustimmung ist wichtig: In diesem «Standpunkt» erläutern wir, warum die Pistenverlängerungen mehr Sicherheit, mehr Pünktlichkeit und mehr Nachtruhe bringen.
Für die Luftfahrt haben sich die Perspektiven gegenüber den beiden Vorjahren trotz vieler Unsicherheiten verbessert. Viele Menschen wollen wieder reisen. Auch künftig wird es für den Standort Zürich zentral sein, gut an die Welt angebunden zu sein. Zwei Themen stehen für uns im Vordergrund: Für eine langfristig positive Zukunftsperspektive muss die Luftfahrt klimaneutral werden. Und der Flughafen Zürich muss sich so entwickeln können, dass er auch in Zukunft sicher, verlässlich, pünktlich und wettbewerbsfähig ist.
Die Luftfahrt muss ihren Teil zum Klimaschutz beitragen. Gleichzeitig ist sie für den Standort zentral wichtig. Die Landesflughäfen sind Infrastrukturen von nationaler Bedeutung. Auf dem Weg zur Dekarbonisierung sind also nachhaltige Lösungen gefragt, die beide Ziele im Auge haben: den Klimaschutz und den Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit der Schweizer Luftfahrt. Fokussiert werden muss auf die Schnittmenge – auf Massnahmen, die beiden Zielen gerecht werden.
"Links-grün" tut, als gäbe es nach COVID19 kein "Exportland Schweiz" mehr. Eine Flut politischer Vorstösse gegen den Luftverkehr belegt das. Auf leisen Sohlen kommt die forderung "Kurzstrecke auf die Schiene" daher. Sie scheint bis weit ins bürgerliche Lager hinein Sympathien zu geniessen. Doch sie ist ein "Wolf im Schafspelz"! Würden die Kurzstreckenflüge durch Bahnverbindungen ersetzt, wäre ein Erfolgsfaktor des Wirtschafts-, Forschungs- und Tourismusstandorts bedroht: Die internationale Erreichbarkeit.
Jahresberichte
Studien und Arbeiten
Das Komitee initiiert und begleitet im Themenfeld Luftverkehr und Volkswirtschaft Studien, unterstützt wissenschaftliche Projekte und begleitet Studierende bei Diplom-/Masterarbeiten. Die gewonnenen Erkenntnisse fliessen in die Informations- und Medienarbeit des Komitees ein.
Häberle, Ludwig; Stölzle, Wolfgang: Luftfrachtlogistik-Studie Schweiz 2020. Fakten - Anforderungen - Trends. Eine Studie des Instituts für Supply Chain Management der Universität St. Gallen im Auftrag der IG AirCargo Switzerland.
Tobler, Christoph. Analyse der Zusammenhänge zwischen den interkontinentalen Verkehrsanbindungen des Flughafens Zürich und der Wirtschaftsstruktur des Kantons Zürich. Masterarbeit am Geografischen Institut der Universität Zürich und am Institut für Raum- und Landschaftsentwicklung der ETH Zürich.
Wittmer, Andreas/Axhausen, Kay W. et. al. Luftfahrt im Spannungsfeld von Ökonomie, Ökologie und Gesellschaft. Untersuchungen der Luftfahrtentwicklung unter Einbezug von Reisezeitersparnissen und Emissionen am Beispiel des Interkontinentalflughafens Zürich.
Brugger, Ernst A. et. al. Strategie-Analyse zum Einfluss des Flughafens Zürich als Interkontinental-Hub auf die Direktinvestitionen im Ausland und in der Schweiz. Wissenschaftliche Begleitung Rico Maggi. Brugger und Partner AG.
Brugger, Ernst A. et. al. Qualitative Analyse zum Einfluss des Flughafens Zürich als Interkontinental-Hub auf das Tourismusaufkommen in der Schweiz anhand ausgesuchter Länder. Wissenschaftliche Begleitung Rico Maggi. Brugger und Partner AG.
Weitere Arbeiten
Isler, Dominik; Lazzaretti, Fabrizio. Kräftemessen am Flughafen Zürich. Konkurrenz am Flughafen: am Boden, in der Politik und in der Luft. Berufsmaturitätsarbeit an der Berufsmaturitätsschule Zürich. Begleitende Lehrperson: Dr. Gustav Hintsch. Zürich, 2016. Eingereicht bei “Schweizer Jugend forscht” (Beizug als Experten für die Beurteilung der Arbeit). Arbeit nicht veröffentlicht.
Cortés, Eva. Volkswirtschaftliche Bedeutung der Swissair – Die Bedeutung der Qualitätsmassnahmen. Lizenziatsarbeit an der Universität Bern. Bern, 2001 (vergriffen).