Der erste Airbus A350 von SWISS ist da – und er trägt einen Namen mit Heimatbezug: «Lausanne». Das fabrikneue Flugzeug (HB-IFA) kam am Donnerstag direkt aus Toulouse in Zürich an und wurde mit der traditionellen Wasserdusche empfangen. Der Touchdown erfolgte um 15.25 Uhr, viele Aviatikfans verfolgten die Ankunft live. Das auffällige Kleid «Wanderlust» ist eine Hommage an die Vielfalt der Schweiz.
Mit dem A350 startet SWISS in eine neue Langstrecken-Ära. Das Muster verbraucht rund ein Viertel weniger Treibstoff als Vorgängermodelle und ist deutlich leiser – Technologie, die sowohl Klima- als auch Lärmbilanz verbessert. Bis 2031 sollen insgesamt zehn A350 die Flotte verjüngen. An Bord prägt die neue «SWISS Senses»-Kabine das Reiseerlebnis: mehr Ruhe, durchdachtes Design, moderne Technologie.
Operativ geht es zügig weiter: Ab 25. Oktober folgen kurze Europa-Einsätze zur Pilotinnen- und Piloten-Schulung; ab 20. November ist Boston als erste Langstreckendestination vorgesehen. Das ist ein klares Signal für Zuverlässigkeit und Qualität am wichtigsten Landesflughafen.
Auch aus Standortsicht ist der neue A350 eine gute Entwicklung: Leisere, effizientere Langstreckenjets sind Teil der Lösung. Sie stärken die internationale Anbindung des Wirtschaftsraums Zürich – darauf bauen Forschung, Tourismus und Exportindustrie. Dass der Flughafen und der Homecarrier SWISS dafür stabile Rahmenbedingungen brauchen, ist klar. Umso wichtiger ist, klar zu benennen, welche Rahmenbedingungen es braucht, damit der Betrieb funktioniert.
Dabei ist elementar: Die Betriebszeit von 06.00 bis 23.30 Uhr – mit der letzten halben Stunde für den Verspätungsabbau – ist für den Drehkreuzbetrieb zwingend. Ein fixer Betriebsschluss um 23 Uhr, wie ihn die kantonale Nachtruhe-Initiative fordert, gefährdet diesen Betrieb – und damit auch das Netzwerk der SWISS. Es geht eben nicht um «bloss» 30 Minuten, sondern um Planungssicherheit und Konnektivität für die Schweiz.
Der HB-IFA ist mehr als ein neues Flugzeug. Er ist eine Investition in Effizienz, Komfort – und in die Rolle Zürichs als verlässlich angebundener Wirtschafts- und Lebensraum. Es wäre fatal, wenn die Politik Innovationen wie diese zunichtemachen würde.