Vorwärts machen mit den Sicherheitsmassnahmen

Mit fast 62 % Ja-Stimmen-Anteil haben die Zürcherinnen und Zürcher am 3. März dieses Jahres den Verlängerungen der Pisten 28 und 32 am Flughafen Zürich zugestimmt. Das ist ein erfreulicher Entscheid, der am Flughafen Zürich die Sicherheit und die Pünktlichkeit verbessern und damit auch mehr Nachtruhe bringen wird. Zu denken gibt die Dauer des Verfahrens. Der ganze Prozess dürfte gut zehn Jahre dauern, obwohl es rein bauliche in einem Bruchteil dieser Zeit gehen würde. Das Projekt steht sinnbildlich für schleppende Verfahren in der Schweiz, die entwicklungshemmend sind. Zum Vergleich: In der indischen Metropole Delhi baut die Flughafen Zürich AG auf der grünen Wiese den neuen Noida International Airport. Im Juni 2022 trocknete die Tinte unter dem Bauvertrag, bereits Ende 2024 ist die Eröffnung geplant.

Aufgrund der langen Dauer bis zur Umsetzung der Pistenverlängerungen ist wichtig, dass andere Sicherheitsmassnahmen am Flughafen Zürich umgesetzt werden. FDP-Nationalrätin Regine Sauter macht diesbezüglich zu Recht Druck. In einem zum Ende der Sommersession eingereichten Postulat will sie vom Bundesrat den aktuellen Stand der Umsetzung der dreissig Sicherheitsmassnahmen aus der «Sicherheitsüberprüfung Flughafen Zürich» vom 12. Dezember 2012 in Erfahrung bringen. Der Bericht zur Sicherheitsüberprüfung am Flughafen Zürich wurde als Reaktion auf einen schweren Vorfall mit zwei gleichzeitig startenden Verkehrsflugzeugen im März 2011 am Flughafen Zürich ausgearbeitet. Mit Verweis auf die langwierige Umsetzung der Pistenverlängerungen schreibt Regine Sauter richtigerweise: «Umso wichtiger ist es, die weiteren realisierbaren Sicherheitsmassnahmen so schnell als möglich umzusetzen, und damit vorzusorgen, dass es zu keinen weiteren Vorfällen kommt.»