Nutzen der Luftfahrt betonen

In der Diskussion über die Pistenverlängerungen am Flughafen Zürich ist oft von Lasten und selten vom Nutzen des Flugverkehrs die Rede. Das ist aus unserer Sicht bedauerlich und falsch – denn der Nutzen ist ausgewiesen und so gross, dass er unbedingt betont und beachtet werden muss. Gerne nutzen wir darum hier die Gelegenheit, das Scheinwerferlicht auf diesen Nutzen zu richten – mit einigen zentralen Fakten.

Der Standort, ja der Grossraum Zürich sowie die gesamte Schweiz sind auf einen funktionierenden Flughafen Zürich angewiesen. Mobilität wird auch in Zukunft wichtig sein. Der Wirtschaftsraum Zürich ist dank des einzigen interkontinentalen Luftverkehrsdrehkreuzes der Schweiz sehr gut an die Welt angebunden – aktuell werden insgesamt 187 Destinationen in 71 Ländern bedient. Für (Export)-Wirtschaft, Forschung, Bildung, Tourismus, Hotellerie, Teile der Kultur und internationale Organisationen ist dies entscheidend.

Wie wichtig die volkswirtschaftliche Bedeutung des Flughafens Zürich ist, zeigt eindrücklich eine Studie des Forschungs- und Beratungsbüros Infras vom November 2022.

Einige Kennzahlen:

  • 27'400 Mitarbeitende arbeiten direkt am Flughafen Zürich – in rund 300 Unternehmen.
  • Die jährliche Wertschöpfung beträgt rund 7 Milliarden Franken.
  • Rund 40 % der wertmässigen Exporte aus der Schweiz sind Luftfracht.
  • 48 % aller Warenexporte (in Tonnen) ab Zürich werden per Langstreckenflug transportiert.
  • Zürich und notabene der ganze Wirtschaftsraum ist global und kontinental dank des Flughafens Zürich sehr gut erreichbar. So ist etwa auch Winterthur besser erreichbar als Wien, Prag, Barcelona, Kopenhagen, Madrid oder Stockholm. Ein klarer Wettbewerbsvorteil im schärfer werdenden Standortwettbewerb.

Wie wichtig Mobilität und insbesondere die Luftfahrt sind, zeigt ein Gedankenspiel des Schweizers Fernsehens. Die Frage lautet: Was wäre nun, wenn morgen alle Menschen aufs Fliegen verzichten würden? Wenn global kein einziges Flugzeug mehr abheben würde? Die wirtschaftlichen Auswirkungen wären immens, sagt Michael Weinmann, Hobbypilot und SRF-Aviatikexperte. Aber schauen Sie selbst: Link.