Der Nationalrat hat die Revision des Luftfahrtgesetzes klar angenommen. Der Entscheid ist für den Flughafen Zürich und den Wirtschaftsstandort Schweiz von grosser Bedeutung. Zürich ist das einzige interkontinentale Drehkreuz des Landes. Die heutigen Betriebszeiten bilden eine wichtige Voraussetzung dafür, dass Umsteigeverbindungen funktionieren und zentrale Direkt- und Langstreckenangebote erhalten bleiben. Wichtig zu betonen: Es geht nicht um einen Ausbau. Es geht um die Sicherung des Status Quo.
Die Rahmenbedingungen sind bereits heute eng. In den vergangenen 25 Jahren wurden die Betriebszeiten in Zürich um zwei Stunden verkürzt. Weitere Einschränkungen würden den Drehkreuzbetrieb belasten und jene internationale Erreichbarkeit schwächen, auf die Unternehmen, Tourismus, Wissenschaft und Bevölkerung angewiesen sind.
Mit dem gesetzlichen Schutz des betrieblichen Bestands übernimmt der Bund Verantwortung für eine Infrastruktur von nationaler Bedeutung. Das betrifft nicht nur Zürich: Auch die Landesflughäfen Genf und Basel-Mulhouse leisten einen zentralen Beitrag zur internationalen Anbindung. Verlässliche Rahmenbedingungen liegen deshalb im Interesse der ganzen Schweiz.
Der Entscheid entspricht zudem der Haltung der Bevölkerung. Die Sotomo-Studie «Schweizer Luftfahrt» zeigt: 67 Prozent betrachten die Luftfahrt als Chance für die Schweiz, 79 Prozent messen dem Drehkreuz Zürich eine grosse wirtschaftliche Bedeutung bei. Auch die geltenden Nachtruheregelungen sind breit abgestützt.
Der Nationalrat trägt mit seinem Entscheid dazu bei, die bestehende Balance zwischen Schutzbedürfnissen und internationaler Erreichbarkeit zu erhalten.