Grosse Würfe sind auch in der Schweiz möglich

Gross zu denken ist in der Schweiz schwierig geworden – im Land, dessen fünfte Landessprache die Einsprache ist, wie Martin Naville sagte, der Präsident des Komitees Weltoffenes Zürich. Auch im Innovationspark ist nicht alles reibungslos gelaufen. Aber ein Blick auf die Dimensionen, die involvierten Akteure und die Perspektiven lässt den Schluss zu: Die Entwicklung auf dem Flugplatzareal in Dübendorf bietet sehr grosses Potenzial für den Standort Zürich, ja für die ganze Schweiz.

Einer, der schon früh das Potenzial erkannt hat und in den Innovationspark investiert, ist Christof Domeisen, Präsident der IPZ Property AG, die als privates Investment den Innovationspark baulich entwickelt, und Delegierten des Verwaltungsrates des weltweit tätigen Engineering-Unternehmens Angst+Pfister Group. Besonders am Innovationspark sei der viele gestaltbare Platz, die Nähe zur ETH und zur Universität, die beide schon mit Forschungsprojekten vor Ort aktiv sind, und der direkte Zugang zur Flugpiste und zu Testmöglichkeiten am Boden und in der Luft.

Ziel ist gemäss Martin Sturzenegger, Geschäftsführer des Innovationsparks Zürich, Innovation zu beschleunigen, durch Kollaboration im Netzwerk von Wissenschaft und Wirtschaft. Der Innovationspark Zürich werde eine Arealfläche von 70 Hektaren umfassen, wobei die Entwicklung sukzessive über zwei Teilgebiete erfolge. Gemäss einer Studie von BAK Economics soll der Innovationspark Zürich eine Wertschöpfung von über 1 Milliarde Franken und über 15’000 Arbeitsplätze generieren, wie Martin Sturzenegger ausführte.

Wie nun der Innovationspark entwickelt wird, erläuterte Andrea Thöny, Leiter Immobilienentwicklung bei der HRS Real Estate AG und Geschäftsführer der IPZ Property AG. Schon heute arbeiten täglich rund hundert Personen auf dem Areal des Innovationsparks Zürich, grossmehrheitlich in den Hangars und weiteren Gebäuden am Rand des Flugplatzes Dübendorf. In einer nächsten Phase sollen gegenüber den Hangars, auf dem so genannten Sektor B, ab 2026 sukzessive 9 Gebäude erstellt werden. Der weitere Ausbau erfolge dann ebenfalls bedarfsgerecht auf den restlichen verfügbaren Flächen, sagte Andrea Thöny.

Christof Domeisen ist zuversichtlich, dass weitere Investoren gefunden werden, die das unternehmerische Risiko wagen. Aktuell sind in der IPZ Property AG die Angst+Pfister Group und die HRS Real Estate AG vertreten. Als grösste Herausforderungen nennt Domeisen: «Wir müssen behutsam steuern, dass die passenden Unternehmen im Innovationspark einziehen. Und Schub gäbe natürlich, wenn bekannte Leuchtturm-Unternehmen im Innovationspark das Potenzial sehen, das er bietet. Dann spielt der Innovationspark bald in der Champions League.»