Eine Bühne für Aviatik-Berufslehren

Der Flughafen Zürich ist nicht nur ein Tor zur Welt – er ist auch ein bedeutender Ausbildungsplatz. Das hat der Anlass «Ready for Take off» des Berufsbildungsforums Zürcher Unterland – Flughafen vom vergangenen Montag eindrücklich gezeigt. Rund 150 Gäste, darunter zahlreiche Jugendliche, folgten der Einladung zu dem Anlass, der moderiert wurde von Andreas Schürer, Geschäftsfürer des Komitees Weltoffenes Zürich und von Aviationsuisse.

Im Zentrum standen konkrete Berufswege in der Aviatik – vom Logistiker über die KV-Lehre bis zur Pilotenausbildung. Besonders wertvoll: Fünf Lernende berichteten aus erster Hand über ihre Ausbildung im Frachtbereich, im Passagierdienst oder im Cockpit. Dass man in der Aviatik nicht nur abheben, sondern auch spannende und zukunftsträchtige Berufe erlernen kann, wurde greifbar.

Ergänzt wurden die Einblicke durch prägnante Referate – von Manuela Staub (Flughafen Zürich AG), Marisa Ghirardi (Mittelschul- und Berufsbildungsamt Kanton Zürich), Carsten Mangasser (Lufthansa Aviation Training), Cara Pakszies (SWISS), Gerry Zurmühle (IG Air Cargo Switzerland) und Beat Hedinger (SPHAIR). Sie alle machten deutlich: Die Luftfahrt braucht Talente – jetzt und in Zukunft.

Die Chancen, Talente zu gewinnen, sind da. Das wurde aus der Präsentation von Marisa Ghirardi deutlich. Denn trotz Alterung der Gesellschaft: Es gibt sie noch, die Jungen. Im Jahr 2024 wurden im Kanton Zürich 36'652 aktive Lehrverhältnisse abgeschlossen – ein Rekordwert. Das Wachstum hält an. Kantonale und nationale Statistiken prognostizieren einen steigenden Bedarf an Lehrstellen. Der Regierungsrat hat denn auch ein Programm beschlossen, um die Ausbildungsbereitschaft der Lehrbetriebe mit verschiedenen Massnahmen zu unterstützen. Ein Ausdruck davon ist die Plattform zukunft.zuerich.ch, die Informationen, Hilfsmittel und Anleitungen rund um die Berufsbildung bietet.

Für Verbände und Betriebe aus der Aviatik eröffnet diese Entwicklung Chancen. Die Jungen sind da – es gilt, ihnen die Attraktivität der Berufswege in der Luftfahrt und die vielfältigen Perspektiven aufzuzeigen.

Urs Müller, Präsident des Berufsbildungsforums Zürcher Unterland – Flughafen, sagte zu Recht:  «Gerade für einen international vernetzten Standort wie Zürich ist eine funktionierende Luftfahrt essenziell. Dazu braucht es qualifizierte Fachkräfte – von der Mechanikerin über den Entwässerungstechnologen bis zur Pilotin.»

Berufsbildung ist Standortpolitik. Das Komitee Weltoffenes Zürich dankt dem Berufsbildungsforum und seinem Präsidenten Urs Müller für das Engagement – und wird dieses Anliegen weiterhin aktiv unterstützen. Denn klar ist: Wer Zukunft sichern will, muss Talente gewinnen. «Ready for Take off» macht genau das – hoffentlich mit weiteren solchen Veranstaltungen.

Bild: Hansjörg Bürgi, www.skynews.ch