Drehkreuzfunktion am Flughafen Zürich sichern

Das Komitee Weltoffenes Zürich hat dem Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) die Stellungnahme zum Entwurf des SIL-Objektblatts Flughafen Zürich eingereicht. Die Beurteilung fällt grundsätzlich positiv aus: Das SIL-Objektblatt bildet eine gute Grundlage, um den Flughafen Zürich zu entwickeln und die internationale Anbindung langfristig zu gewährleisten. Zentral ist die Sicherung der heutigen Betriebszeiten. Die bestehenden Zeiten von 6 bis 23.30 Uhr, wobei die letzte halbe Stunde dem Verspätungsabbau vorbehalten ist, sind essenziell für den Hub-Betrieb. Jede Einschränkung gefährdet die Standortqualität und Wettbewerbsfähigkeit.

Die Gegner ziehen vehement am anderen Ende des Seils und verkennen einmal mehr, wie stark sich die Lärmsituation in den letzten Jahrzehnten und Jahren verbessert hat. Ebenfalls nie erwähnt wird im Dauer-Lamento der Kritiker, dass der Flughafen Zürich heute die europaweit restriktivsten Betriebszeiten hat. Der Schutz der Bevölkerung wird ernst genommen. Das ist legitim. Doch es liegt nicht drin, das Korsett noch enger zu schnallen.

Zu betonen sind auch die vielfachen Vorteile, die der Flughafen Zürich und der Drehkreuz-Betrieb der Airline SWISS bringen. Über den Flughafen Zürich ist die Schweiz mit über 200 Destinationen in mehr als 70 Ländern verbunden. Als einziges interkontinentales Drehkreuz des Landes sichern Flughafen und SWISS die internationale Anbindung von Wirtschaft, Forschung und Tourismus. Am Flughafen hängen direkt über 30’000 Arbeitsplätze und eine jährliche Wertschöpfung von rund 7 Milliarden Franken.

Der Flughafen Zürich ist kein Selbstzweck – er ist eine strategische Notwendigkeit für die gesamte Schweiz. Jetzt gilt es, die Weichen so zu stellen, dass der Flughafen als Drehscheibe für die internationale Vernetzung des Landes weiterhin funktionieren kann.

👉 Unsere vollständige Stellungnahme