Die Zahlen sprechen für Zürich

Aerosuisse hat vor Kurzem die «Swiss Aerospace Facts 2026» publiziert. Die Zahlen rücken zurecht, was in politischen Debatten oft verzerrt erscheint: Luftfahrt ist kein Randthema, sondern ein tragender Teil des Wirtschaftsstandorts und der Volkswirtschaft.

Insgesamt trägt die Luftfahrt in der Schweiz 37 Milliarden Franken zur Wertschöpfung bei und steht für 292’000 Arbeitsplätze. Besonders eindrücklich ist ihre Bedeutung für den Aussenhandel. 52,1 Prozent der wertmässigen Warenexporte – Güter im Wert von 205,3 Milliarden Franken – werden per Luftfracht transportiert. Zwei von drei Befragten unterschätzen diesen Anteil, wie die im Mai publizierte Sotomo-Studie aufzeigte.

Das Schweizer Zentrum dieses Systems liegt in Zürich. 2025 nutzten 32,6 Millionen Passagiere den Flughafen Zürich – mehr als die Hälfte aller Passagiere auf Schweizer Linienflughäfen. Bei der Fracht ist die Stellung noch ausgeprägter: Von schweizweit 638’701 Tonnen wurden 440’930 Tonnen über Zürich abgewickelt. Das sind fast 70 Prozent.

Die Zahlen mahnen dazu, der Luftfahrt Sorge zu tragen und ihre langfristige Entwicklung entlang der Nachfrage sicherzustellen. Der Flughafen Zürich ist das einzige interkontinentale Drehkreuz des Landes. Die Airline Swiss, die den Drehkreuzbetrieb gewährleistet, verbindet Unternehmen, Forschung, Tourismus und Bevölkerung mit den internationalen Märkten. Vier Fünftel der Bevölkerung anerkennen die wirtschaftliche Bedeutung der Luftfahrt.

Die Folgerung ist klar: Die ökologische Transformation muss vorangetrieben werden – mit effizienteren Flugzeugen, nachhaltigen Treibstoffen und besseren Abläufen. Gleichzeitig darf die Schweiz eine Infrastruktur, auf der ein erheblicher Teil ihres Wohlstands beruht, nicht politisch einengen. Gute Erreichbarkeit ist Standortpolitik.