Die weltweite Vernetzung ist entscheidend

In einem lesenswerten Interview mit der NZZ äussert sich Lufthansa-Konzernchef Carsten Spohr über die Erfolgsgeschichte der Swiss. Dass diese so gut performt, hätten wohl die grössten Optimisten vor zwanzig Jahren nicht geglaubt, sagt Spohr. Zur Erinnerung: Nach der Insolvenz der Swissair im Oktober 2001 wurde die Crossair im Mai 2002 in Swiss International Air Lines umbenannt. Finanziell blieb es kritisch: Für 2002 wies Swiss einen Verlust von 980 Millionen Franken aus, 2023 betrug das Minus 687 Millionen Schweizer Franken. Auch 2024 flog Swiss in die roten Zahlen.

Dann kam, nach langen Verhandlungen, im Jahr 2005 der Lufthansa-Konzern zum Zug. Der Kaufpreis war mit 310 Millionen Franken niedrig. Im Gegenzug verpflichtete sich Lufthansa zum Erhalt der Marke Swiss und des Drehkreuzes Zürich neben den Lufthansa-Drehkreuzen Frankfurt und München. Heute sagt Carsten Spohr im NZZ-Interview über die Swiss: «Sie transportiert mehr Passagiere denn je, ist unsere profitabelste Airline und aktuell unser Aushängeschild bei der Premium-Qualität.»

Carsten Spohr betont zudem, wieviel Schweiz in der Swiss steckt: «Mehr Swissness geht nicht – vom Schweizer Charme der Mitarbeiter über die Schweizer Produkte an Bord bis hin zum Design des Flugzeugs.»

Das mag gefragt und wichtig sein. Entscheidend sind indes die volkswirtschaftlichen Vorteile, die der Erhalt der Swiss bringt. Und da lässt sich gerade aus Sicht des Wirtschaftsstandorts Zürich mit aller Deutlichkeit sagen, dass die Erfolgsgeschichte der Swiss im Rahmen der Lufthansa-Gruppe ein Segen ist. Als Home Carrier stellt die Swiss in Zürich die internationale Anbindung sicher, die qualitativ und quantitativ hochstehend ist. Diese Anbindung ist für den Wohlstand der Schweiz entscheidend – fast noch entscheidender als der Charme des Schweizer Bordpersonals.