Die Luftfahrt wird nachhaltig

Wie nachhaltig ist die Zürcher Luftfahrt? Immer wieder fordern die Gegner der Luftfahrt oder des Flughafens Zürich strengere Nachhaltigkeitskriterien oder weitere Massnahmen für mehr Energieeffizienz, mehr Erneuerbare, etc. Wie weit also ist die Zürcher Aviatik? Kürzlich legte der Regierungsrat in seinen Antworten auf zwei Vorstösse mit konkreten Beispielen dar, dass der Flughafen Zürich und die dort angesiedelte Luftfahrt auf Kurs sind. Zwei Punkte verdeutlichen dies eindrücklich.

Erstens: Die Nutzung von Solarstrom am Flughafen Bern, die vor Kurzem gross angekündigt wurde, ist in Zürich schon lange Realität: Bereits 2009 prüfte die Flughafen Zürich AG (FZAG) das Potenzial zur flächendeckenden Nutzung von Photovoltaik und erstellte seither fortlaufend kleinere und mittlere Photovoltaikanlagen, die in der Summe eine Modulfläche von knapp 15'000 m2 umfassen.

Zweitens: Netto-Null CO2-Emissionen bis 2050 – so lautet das Ziel der Internationalen Zivilluftfahrtorganisation. Sie setzt dabei auf eine Beimischquote von nachhaltigen Flugtreibstoffen. Führend in der Herstellung von nachhaltigen Flugtreibstoffen ist das ETH-Spin-off Synhelion, das synthetische Kraftstoffe aus Sonnenenergie herstellt. Der Regierungsrat verweist in seiner Antwort auf das Bundesamt für Zivilluftfahrt BAZL, das eine Beimischquote einem Absenkpfad für Treibhausgas-Emissionen vorzieht. Denn die Beimischquote, die auch für die Zürcher Aviatik gilt, stellt sicher, dass das Schweizer Vorgehen keinen Alleingang ohne Abstimmung mit internationalen Partnern darstellt. Der Flughafen Zürich will das Netto-0-Ziel bereits 2040 erreichen.